Was ist Bildoptimierung?

Bildoptimierung bedeutet letztlich Bild-Interpretation

Fotografie ist immer auch Interpretation. Dass Blickwinkel, Wahl der Brennweite und Aufnahmeparameter die Bildaussage entscheidend beeinflusst, ist jedem, der fotografiert, bewusst.

Das passiert bei jedem Bild; nicht nur bei künstlerischen Aufnahmen. Auch und gerade in der berichtenden Reportage-Fotografie und sogar in der Dokumentation. Durch die Wahl des Ausschnitts kann sogar die Aussage ins Gegenteil verkehrt werden, durch die Wahl des Blickwinkels kann einem unbedeutendem Detail eine andere Gewichtung zugewiesen werden usw.

Bildoptimierung bedeutet nichts anders als die konsequente Weiterentwicklung dessen, was der Fotograf mit der Aufnahme begonnen hat: die Umsetzung der Bildidee.

Grundlage jeder Bildoptimierung ist das Histogramm, anhand dessen die Anpassung von Tonwerten und der Gradation vorgenommen werden. Kontraste, Farb- u. Lichtsteuerung und Schärfung sind weitere Werkzeuge der Bildoptimierung. Diese u.a. Werkzeuge werden entweder auf das ganze Bild angewandt oder durch Verläufe und Maskentechniken nur selektiv auf bestimmte Bereiche. Auch die Korrektur von perspektivischen Verzerrungen und ähnlichem gehören zu den Aufgaben der Bildoptimierung.

Es hängt von der Bildidee, der Absicht des Fotografen ab, der Anwendung und nicht zuletzt vom persönlichen Geschmack ab, wie weit eine Bildbearbeitung gehen darf und wo die Grenze zwischen Interpretation und Manipulation ist.